Wirtschaft

Eine Verantwortung der Unternehmer für die Angestellten? Es gab genügend Aufstände und auch Revolutionen die genau solche Verantwortungen einforderten. Doch das ist lange her. Und da wir uns vor vielen Jahren für ein anderes, sich selbst regelndes System entschieden haben, waren die heutigen Folgen abzusehen. Es ist leider nicht zu erwarten, dass ein Industrieller einsieht, dass es auch mal sinnvoll ist, nicht den größt möglichen Profit zu erreichen. Es fehlen völlig Planungen in eine weitere Zukunft. Auch wenn die nahe dadurch ein bisschen schlechter wird, sollte doch eine allgemeine Steigerung des Wohlstandes eines jeden über der kurzzeitigen überdurchschnittlichen Steigerung des eigenen Wohlstandes liegen. Doch diese Einsicht ist leider von einem Menschen nicht zu erwarten. Und auch die Angestellten und Arbeiter und eben nicht Angestellten und nicht Arbeiter fehlt diese Einsicht. Jeder bemüht sich aus dem System möglichst viel wie aus einer Zitrone herauszuquetschen. Und für alles was man bekommt braucht man dennoch noch Zucker, um es wirklich genießen zu können. Doch den hat niemand. Denn der bittersaure Geschmack, den Erfolg in der heutigen Zeit mit all seinen Opfern mit sich bringt ist mit der süßen Menschlichkeit nicht zu vereinen!.
Es tut mir sehr Leid all ihre Hoffnungen kaputt machen zu müssen, aber in naher Zukunft (wenn überhaupt jemals bei der momentanen Entwicklung) gibt es keine (!!) Möglichkeit unsere Situation zu verbessern.
Der normale Mensch der heutigen Zeit ist einfach nicht in der Lage einzusehen, dass nicht er das wichtigste ist. Es gibt vielleicht einige wenige, die diese Einsicht haben, aber auf die kann man weder ein stabiles System bauen, noch auch nur seine Hoffnung drauf setzen. Dennoch ist jeder Mensch, den man fragt, der Meinung, er wäre ja einer derjenigen, die an sich selbst als letztes denken. Er habe ja in den letzten Wochen 1/6 seines Gehaltes (nach Abzug der Steuern) Bedürftigen gespendet. Doch was sagt das aus? Nichts!! Dieser Mensch hat eingesehen, dass er nur bitteren Zitronensaft bekomme hat. Und jetzt will er diesen Zitronensaft gegen Zucker eintauschen. Doch ein neues Gewissen kann man sich nicht kaufen, man erhält es einzig durch tiefe Einsicht und dazu ist die Menschheit im großen und ganzen naiv gesagt zu dumm.
Dann bleibt noch die Möglichkeit, die Bevölkerung, Arbeiter und Arbeitslose genauso wie auch Arbeitgeber durch ein vorgegebenes System zu dem gewünschten Erfolgen zu zwingen. Doch der Zwang macht den süßesten Zucker bitterer als jede Zitrone. Des weitere, wer soll zwingen? Wer kann von sich selbst sagen, er könnte den Möglichkeiten, die ihm geboten werden, wiederstehen? Die Geschichte hat gezeigt: Niemand!
Unsere Hoffnung kann also nur in der Vernunftgewinnung der gesamten Menschheit liegen... sprich wir sind verloren! Eine Revolution wird uns nicht das geringste bringen. Es wird doch nur zu einer Umschichtung des bestehenden kommen. Vielleicht werden dann die jetzt kleinen die großen sein, oder auch nur ein bisschen größer. Doch nach spätestens zwei Tagen hat doch jeder kleine vergessen, dass er mal klein war und dass es auch dann noch immer kleine geben wird. Eine revolutionäre Entwicklung führt nur zur Veränderung des Bestehenden in sich. Was wir brauchen ist eine evolutionäre Entwicklung des Bestehenden selbst!.
Also zu den mittelfristigen Möglichkeiten und Gegebenheiten... ich kann nicht genau sagen, was wir machen sollen, da mir einfach zu wenig Informationen vorliegen. Doch der gesunde Menschenverstand hat mir heute mal wieder gezeigt, dass wir uns scheinbar immer weiter von einer langfristigen Lösung entfernen. Heute im Fernsehen wurde angemerkt, dass die Menschen mehr Arbeiten müssen ohne mehr Geld zu verdienen. Mit welcher Begründung???? Wir haben zu viele Arbeitskräfte (die Bevölkerungspyramide lassen wir jetzt mal aus dem Spiel), die zu einem zu großen Teil nicht arbeiten. Also lassen wir doch die, die eh schon arbeiten mehr arbeiten, damit noch weniger Arbeit für die nicht arbeitenden übrig bleibt. Es ist sicher für die Firmen sinnvoll und billig, beim gleichen Gehalt mehr Arbeit zu verlangen. Aber einerseits können wir eh nicht mit den Billig-Lohn-Länder konkurrieren, andererseits können die meisten (großen) Firmen sich über zu geringe Gewinne nun nicht belagen. Doch es ist halt nicht das Ziel, den Menschen Gutes zu tun, sondern Zitronen zu pressen. Eine Lösung habe ich bereits an anderen Stellen hier dargestellt, und zwar in einer weltweiten lokalen Spezialisierung. Wir müssen ohne Ausnutzung der anderen, eben weil dann jeder von allen abhängig ist, Regionen schaffen, die produzieren, welche, die forschen und entwickeln und ähnliches. Es darf keine besser gestellt sein als die andere, da beide für das Allgemeinwohl gleichviel beitragen. Arbeitslosigkeit ist nämlich kein Deutsches Problem und wir dürfen uns nicht einbilden, dass eine Deutsche Lösung dem Problem entgegen wirkt, es wirf nur verlagert!